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Jedes Jahr gedenkt die NASA am „Remembrance Day“ der Astronautinnen und Astronauten, die ihr Leben bei der Erforschung des Weltraums verloren haben. An diesem Tag erinnert sich die Behörde an drei ihrer dunkelsten Momente.
Apollo 1
Am 27. Januar 1967 saßen der erfahrene Astronaut Gus Grissom, der erste Amerikaner, der einen Weltraumausstieg absolviert hatte, Ed White, sowie der Neuling Roger Chaffee während eines Vorstarttests auf der Startrampe, als in ihrer Apollo-Kapsel ein Feuer ausbrach.
Ein medizinisches Untersuchungsgremium stellte fest, dass die Astronauten an einer Kohlenmonoxidvergiftung starben, ausgelöst durch extreme thermische Verbrennungen. Der Ausschuss konnte nicht bestimmen, wie viele Verbrennungen nach dem Tod auftraten. Das Feuer zerstörte rund 70 % von Grissoms Raumanzug, 20 % von Whites und 15 % von Chaffees.
Der Ausschuss konnte die genaue Zündquelle des Feuers zwar nicht eindeutig feststellen, identifizierte jedoch mehrere Faktoren, die zur Katastrophe beitrugen:
- eine hermetisch geschlossene Kabine, die mit reinem Sauerstoff unter Druck gesetzt war
- eine große Menge brennbarer Materialien im Innenraum
- anfällige Verkabelung im Stromversorgungssystem
- schadensanfällige Rohrleitungen, die eine brennbare und korrosive Flüssigkeit führten
- unzureichende Möglichkeiten für die Besatzung, die Kapsel im Notfall zu verlassen
- mangelnde Vorsorge für Rettung und medizinische Versorgung
Die Analyse ergab, dass das Apollo-Team sich stark auf die komplexen Herausforderungen der Raumfahrt konzentriert hatte und dabei grundlegende, aber entscheidende Sicherheitsaspekte für die Besatzung vernachlässigt wurden. Die Untersuchung deckte zahlreiche Mängel in Konstruktion, Technik, Fertigung und Qualitätskontrolle auf.


Die Erkenntnisse aus dem Unfall führten zu umfassenden Änderungen im Design und in den technischen Systemen, wodurch das Apollo-Raumschiff für die späteren Mondmissionen deutlich sicherer wurde.
Challenger
Nur 73 Sekunden nach dem Start am Morgen des 28. Januar 1986 versagte eine Dichtung am rechten Feststoffbooster. Dadurch zerbrach die Raumfähre Challenger, und alle sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Zur Crew gehörte auch Christa McAuliffe, die als erste Lehrerin im Weltraum Unterricht aus der Erdumlaufbahn geben sollte.

Columbia
Die siebenköpfige Besatzung der Mission STS-107 war am Morgen des 1. Februar 2003 nur noch 16 Minuten von der Landung entfernt, als die Missionskontrolle den Kontakt zur Raumfähre Columbia verlor.

Der Hitzeschild des Orbiters war beim Start beschädigt worden. Während des Wiedereintritts drang extrem heiße Luft in den beschädigten Bereich ein, wodurch das Fahrzeug auseinanderbrach und alle Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.
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Quellen: https://www.nasa.gov/mission_pages/apollo/missions/apollo1.html
https://history.nasa.gov/SP-4029/Apollo_01a_Summary.htm
https://www.nasa.gov/mission_pages/shuttle/shuttlemissions/archives/sts-51L.html
https://www.space.com/18084-space-shuttle-challenger.html
https://www.nasa.gov/mission_pages/shuttle/shuttlemissions/archives/sts-107.html
https://web.archive.org/web/20250228005923/https://www.nasa.gov/specials/dor2020/

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