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Zirkadianer Zyklus: Grundlagen, Einflussfaktoren und Anpassungsstrategien

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Ein zirkadianer Zyklus ist ein etwa 24-stündiger Rhythmus der physiologischen Prozesse von Lebewesen. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Schlaf, Nahrungsaufnahme, Zellregeneration, Hormonproduktion, Körpertemperatur und vielen weiteren biologischen Funktionen.

Der zirkadiane Zyklus wird sowohl von inneren Faktoren – also Vorgängen im Inneren des Organismus – als auch von äußeren Einflüssen wie Licht gesteuert. Die zentrale Kontrolle erfolgt in einer Region des Gehirns, dem sogenannten Hypothalamus.

Hypothalamus
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Jede starke Veränderung des zirkadianen Rhythmus erfordert eine gewisse Anpassungszeit, die von Person zu Person unterschiedlich ausfällt. Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg führen häufig zu einer Störung des zirkadianen Rhythmus, die allgemein als Jetlag bekannt ist. Sehr häufige Verschiebungen des Tag-Nacht-Rhythmus, wie sie etwa bei mehreren interkontinentalen Flügen pro Monat auftreten, können zu geistiger und körperlicher Erschöpfung führen. Eine Anpassung an die neue Zeitzone kann erleichtert werden, indem man die eigenen Schlafgewohnheiten bereits vor oder nach dem Flug schrittweise anpasst.

In der Raumfahrt sind die Bedingungen noch extremer: Astronauten erleben im Erdorbit sehr schnelle Wechsel zwischen Tag und Nacht. In der Weite des Weltraums hingegen herrscht permanente Dunkelheit ohne sichtbare Unterscheidung zwischen Tag und Nacht.

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Quellenhttps://www.nichd.nih.gov/health/topics/sleep/conditioninfo/causes

https://www.nigms.nih.gov/education/pages/factsheet_circadianrhythms.aspx

https://www.britannica.com/science/circadian-rhythm

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