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Cecilia Payne-Gaposchkin war eine außergewöhnliche Pionierin der Astronomie. Die 1900 in England geborene Botanikerin wollte zunächst an der Universität Cambridge Botanik studieren. Ein Vortrag des renommierten Astronomen Sir Arthur Eddington im Jahr 1919 über seine Expedition zur Überprüfung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie veränderte jedoch ihr Weltbild völlig. Am nächsten Tag tauschte sie die Botanik gegen die Physik und widmete sich der Astronomie.

Obwohl Payne-Gaposchkin 1919 in Cambridge studierte, konnte sie keinen Abschluss erwerben, da die Universitätspolitik damals keine Abschlüsse an Frauen vergab. Das schreckte sie jedoch nicht ab. 1923 erhielt sie ein Stipendium für das Harvard College Observatory.
In ihrer Doktorarbeit machte Payne-Gaposchkin eine revolutionäre Entdeckung: Sterne bestehen hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Darüber hinaus etablierte sie eine Sternklassifikation auf der Grundlage der Temperaturen von den Sternen, ein Beitrag, der die Astronomie für immer veränderte. Von dieser Schlussfolgerung wurde sie jedoch von dem Astronomen Henry Norris Russell abgebracht, der glaubte, dass Sterne die gleiche Zusammensetzung wie die Erde haben würden. (Russell gab 1929 zu, dass Payne Recht hatte.)
1956 wurde Payne zum ordentlichen Professor in Harvard ernannt und übernahm den Lehrstuhl für Astronomie. 1966 ging sie in den Ruhestand und starb am 7. Dezember 1979.
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Quellen:https://www.mpg.de/18188724/cecila-payne-gaposchkin
https://www.britannica.com/biography/Cecilia-Payne-Gaposchkin
ISBN 978-85-422-1224-2

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